Mittwoch, 14. Juni 2017

Hamstern (Wiegen #3)

Ich war etwas naiv, zu denken, intermittierendes Fasten wäre "nur" das Einhalten eines Essenszeitfensters, sprich Mahlzeiten (je nach eigenem Gustus) zwischen Mittag bis zum Abend einzunehmen. Alles andere, wie Essensmenge ist hier nicht von Interesse. Man braucht auf nichts zu verzichten oder irgendwas zu protokollieren. Alles regelt sich automatisch. Da muss man sich um nichts Weiteres kümmern.

So einfach ist es nicht, das zeigte mir die letzten Wochen. Nachdem ich es geschafft hatte, mich schön an meine Zeiten zu halten und nicht mehr bis "open End" zu essen, fing ich Abends das Hamstern an. Gerade kurz vor dem Schlafen gehen, hab ich noch mal besonders großzügig zugelangt. Schließlich waren die nächsten 16 Stunden Essensfrei und das kann man ja nicht mit leeren Magen durchhalten. Das ich dadurch besonders schlecht schlief und anfing, sogar Sodbrennen zu bekommen waren zwei von vielen Nebenerscheinungen. Meine Hamsterstreifzüge zeigten sich jedoch vor allem auf der Waage. Schnell stand ich wieder bei meinem Ausgangsgewicht von 101,5 kg.

Rückblickend hatte ich mit ordentlichen Startschwierigkeiten zu kämpfen, die mich (überraschenderweise) nicht davon abgehalten haben, weiter an meinem Plan Abzunehmen festzuhalten. Ich wusste ja was falsch lief und bin seitdem gewillt "normal" zu essen. Ich bin bemüht und es ist auch schon besser geworden, aber ich kämpfe zur Zeit noch täglich mit mir, nicht über das Sattgefühl hinaus weiter zu essen. Es gelingt mir mir in einem von vier Fällen, sprich da ist noch ordentlich Luft nach oben. Dennoch trägt mein Vorgehen erste Blüten. Gestern zeigte mir die Waage, das erste Mal seit Langem die 98 kg an.

Ich bin stolz und neugierig zu gleich. Wie werden die nächsten Wochen werden, insbesondere wird es leichter, oder bleibt es ein Kampf? Welche Auswirkungen gibts beim Gewicht und ist das Fasten vielleicht auch was für Länger? Ich bin gespannt und halte euch weiter auf dem Laufenden.


Eure Dienstagblues



Sonntag, 21. Mai 2017

Wiegen #2

Meine letzter Besuch auf der Wagge brachte mir ein minus von zwei Kilo ein und bestätigt mich zudem als frischgebackene U100 (99,5kg) mit dem intermittierenden Fasten weiter zumachen. Ich werde hierfür aber nicht mehr zwei Fastentage pro Woche einlegen, sondern Fastenperioden, sprich ich faste 16 Stunden jeden Tag. Auf diese Variante des Fastens hat mich Madame Graphisme gebracht, wofür ich mich nochmal ganz herzlich bedanken möchte.

Warum ich ich die Idee mit den ganzen Fastentagen nicht mehr verfolgen werde, liegt daran, das ich für mich festgestellt habe, dass dieses Modell nicht flexibel für mein Leben ist. Vom Körper her ging es nämlich, aber der Aufwand, der mit so einem Fastentag einhergeht, ist enorm. Allein das Essen mit 500 kcal bekommst du nicht gerade um die Ecke, sondern muss zu Hause gekocht werden (ich habe es ausprobiert, aufgewärmt schmeckts nicht). Hierfür müsste ich dann zum Mittag zu Hause sein. Da habe ich mein größtestes Tief und MUSS dann auch dringend etwas essen. Wenn aber keine Woche der anderen gleicht und man noch nicht mal weiß, arbeite ich, er oder beide und Oma muss zum Babysitten einspringen, fällt die eine Veranstaltung in der Uni aus, findet sie statt oder man muss noch schnell zur Sprechstunde der einen Dozentin, dann ist es schwer Fastentage mit festen Essenzeit festzulegen. Am Anfang war ich ja noch bereit den Aufwand mitzumachen, aber irgendwann stellt ich fest, dass ich mir jedes Mal für die Planung ein Bein ausreiße, nur um Mittags zum Kochen und Essen zu Hause zu sein.

Statt Fastentage gibts daher jetzt Fastenperioden. Wie gesagt, der Verzicht an sich war nicht das Problem, sondern der Aufwand. Daher war der "Wechsel" irgendwie die logische Konzequenz. Mit großen Erfahrungsberichten ist es noch zu früh, aber ich kann durchblicken lassen, dass es nach vier Tagen ganz gut läuft, ich nicht Gefühl habe, etwas abbrechen zu müssen und das ist das Wichtigste gerade für mich, dass es sich bisher in den Alltag integfrieren lässt. Weiteres, was es mir auf der Wage bringt, werde ich euch das erste Mal nächste Woche sagen können.

Bis dahin, wünsche ich euch noch ein schönes Restwochenende und einen sonnigen Start in die neue Woche.


Eure Dienstagsblues



Sonntag, 23. April 2017

gänzlich unvorbereitet

Morgen ist mein erster Fastentag. Auch wenn ich bisher noch ganz unbefangen bin, so ganz ohne Plan will ich da morgen aber auch nicht stehen. 

Bisher kreisten meine Gedanken vor allem über das richtige Wasser. Seitdem ich mal den direkten Unterschied zwischen Plastikflaschen und Glasflasche erleben durfte, teste ich mich gerade durch die hiesigen Wasserangebote der Supermärkte. Von ganz günstig bis ganz teuer (Heilwasser) ist alles dabei und steht entsprechend in Kisten oder in 6ern in der Küche. An ausreichend Flüssigkeit wird es mir morgen erstmal nicht mangeln.

Was mir aber dahingegen noch fehlt, sind konkrete Ideen fürs Essen. Bei der 5:2 - Diät stehen mir 500 kcal zu Verfügung. Diese werde ich auf Mittag und Abendbrot aufteilen, so mein aus zahlreichen Erfahrungsberichten inspirierter Plan. Frühstück lass ich komplett aus.

Zu dem Essen selbst bin ich noch nicht so richtig fündig geworden. Ich habe zwar schon Rezeptvorschläge gefunden, aber die beinhalteten entweder synthetisches Essen (Shakes und Co.), was noch nie so meins war oder Rezepte die mich länger an die Küche binden, wie mir das bei einer Diät lieb ist. Ich finde es ja gut, wenn man versucht aus den wenigen kcal, die man hat, alles herauszuholen, aber dafür fast eine Stunde an dem selben Ort zu verbringen, in dem auch Pudding und Brot lagern, erschwert in meinen Augen das eigentlich Abnehmen doch erheblich. Es wäre sowieso morgen am Besten, wenn ich morgen den ganzen Tag die Küche meide und stattdessen Arbeite oder mit dem Kind draußen bin. 

Irgendetwas muss ich aber essen und bisher bin ich über Jogurt am Mittag und Gemüsepfanne + Quark + evtl. Fleisch (?) am Abend noch nicht hinaus. Daher hier meine Frage: Habt ihr ja eine Idee, wie ich das Thema ein wenig konkretisieren könnte und morgen dann doch nicht so viel den Zufall überlasse.

Über Ideen, Tipps und Tricks würde ich mich sehr freuen.

Eure Dienstagsblues.



Freitag, 21. April 2017

Wiegen #1

Ich werde wieder abnehmen. In den letzten Monaten machte das nicht viel Sinn, hatte ich einfach zu viel zu tun. Ich finde nämlich, Abnehmen macht man nicht so einfach nebenbei. Vor allem das Reinkommen braucht Zeit und einen klaren Kopf. Fehlt eines von beiden, ist bei mir, jeder Versuch zum Scheitern verurteilt.

Aktuell zeigt die Waage 101,5 Kilo an. Dieses Gewicht habe ich tatsächlich trotz Stress und Arbeit drei Monate halten können, darüber bin ich soweit stolz, wie man halt sein kann bei 101,5 Kilo.

Um ins Abnehmen reinzukommen, werde ich für 4 Wochen die 5 zu 2 - Diät ausprobieren. Als Trenddiät findet sich im Internet recht viele Materialen dazu, die schon ganz gut beschreiben, was unter 5 zu 2 zu verstehen ist (beispielsweise beim Focus). 
Der Autor bezeichnet sie als "simple" Abnehmstrategie, weil die zwei Tage fasten machbar wären. Ich glaube, so einfach wirds nicht, aber es stimmt schon, dass anders zu anderen Diäten diese nur wenig Regeln hat.
Ein weiterer Vorteil aus meiner Sicht, der jetzt vom Focus nicht erwähnt wird, ist das die Diät keinen übergordneten Plan hat, der von einem verlangt, sich und sein Essensverhalten, um 180 Grad zu ändern. Ein Teil der Nahrung komplett wegzulassen, mag für kurze Zeit mal klappen, ist aber in meinen Augen nichts auf Dauer. Hört man dann nämlich wieder damit auf, ist man ißt wieder "normal", ist man in einer Art Spirale (dem sogenannten Jojo-Effekt) gefangen. Daher ich will nicht einfach einen Plan übernehmen, sondern ausgehend von meinem Essensverhalten ein neues Bewusstsein für Essen schaffen. Eine Idee, nach der auch die Ernährungsberatung oder bei WW nutzen.
Der dritte und letzte Grund, warum ich mich für diese Diät entschieden habe, ist so einfach, als auch logisch, 5 zu 2 kostet nichts. Bei WW oder auch bei der Beratung muss man (aus Sicht einer Studentin) über längere Zeit sehr viel Geld investieren, um Teil des jeweiligen Konzepts zu sein. Vor allem bei WW gibt es neben den Bücher, Apps und Lebensmittel zahlreiche Möglichkeiten, um ein kleines Vermögen auf dem Weg zum Wunschgewicht loszuwerden. Das will und kann ich nicht.

Daher wegen des einfachen und nicht alzu strengen übergeordneten Konzepts nutze ich ab jetzt die 5 zu 2 Diät, um ab dieser Woche wieder ins Abnehmen einzusteigen. Ich bin gespannt, wie der erste Fastentag (festgesetzt auf Montag) verläuft und wie ich mit den mir zu verfügung stehenden 500 kcal alles so anfangen werde.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr euch schon Mal mit der Diät auseinander gesetzt oder sogar selbst schon einmal ausprobiert?

Über Anregungen würde ich mich sehr freuen, eure Dienstagsblues



Dienstag, 26. Juli 2016

das erste Mal auf der Waage nach der Schwangerschaft

Auch wenn ich im letzten Eintrag schrieb, dass es hier erst einmal keine Wiegeergebnisse gibt, möchte ich auch dennoch gerne schreiben, wie für mich das erste Mal wiegen nach der Schwangerschaft war. Direkt nach der Schwangerschaft stehen wohl die wenigsten auf der Waage, da braucht es doch eine gewisse Eingewöhnungszeit. 

Das erste Mal wiegen nach einigen Wochen, ist sicherlich nicht das schönste Erlebniss für eine frisch gebackene Mama. Vor allem, weil es in der Schwangerschaft so besonders gut schmeckt. So zumindest bei mir, was mir zuletzt ein Plus von ca. 30 kg (um die 120 kg) einbrachte. Da nach der Schwangerschaft sich bei mir nicht viel änderte, trug ich weiterhin meine Schwangerschaftshose, sowie auch alles andere. 

Auf die Waage zog es mich erst nach sieben Monate. Mein Freund meinte nach einem Treffen mit einer Kommilitonin (hatte zwei Wochen vor mir entbunden), zu sagen: "Bei ihr sieht man nichts mehr". ... Mhmmm, schön ... danke ... Ich brauch euch nicht zu sagen, dass so ein Satz nicht ohne Konsequenz bei einer Frau bleibt und ich bereits am nächsten Tag auf der Waage stand. Sie zeigte 96,5 kg an. Keine 110 kg, keine 105. Sondern 96,5 kg und somit zweistellig. Wie glücklich ich war, schaffe ich bis heute nicht in Worte zu fassen. Ich hätte mir solche Gedanken gemacht. Ich weiß nicht, was gewesen wäre, wenn nicht dieses fette Minus gewesen wäre. Ob ich gleich den Kopf in den Sand gesteckt hätte. Die Wahrscheinlichkeit war da. Doch es ist anders gekommen, Gott sei dank und jetzt achte darauf, dass es auch so bleibt. Soll heißen, ich mache weiter wie zuvor und stille brav weiter. Stillen scheint hier nämlich das Wundermittel zu sein, das alles Schwangerschafts Kilos schmelzen lässt. Hätte ich niemals mit gerechnet, zumindest nicht in diesem Ausmaß, doch ich irre mich gerade sehr gerne, da es mir solch eine unglaublich Freude bereitete.

eure Dienstagsblues


Samstag, 23. Juli 2016

Noch stille ich

Für alle die sich hier fragen, was ich hier eigentlich mache, kann ich sagen: Ich bereite mich aufs Abnehmen vor. Zur Zeit geht das nicht, weil ich noch stille. Nicht mehr voll, aber zumindest zur Hälfte, manchmal, wenn die Zähnchen kommen, auch noch zum Großteil. Da ich kein Druck bei der Umstellung habe, gehe ich mit dem Stillen und gleichzeitig mit dem Thema Abnehmen sehr entspannt um.
Auch wenn ich bis auf einige Ideen noch nichts konkrettes habe, wird das hier kein wilder Wust aus Beiträgen. Die Themen werden sich immer aufs Abnehmen beziehen nur halt ohne Wiegerergebnisse oder Abnehmbericht. Anstattdessen werde ich mich mit Ernährung auseinandersetzen, ohne gleich Gewicht verlieren zu wollen oder zu müssen. Ohne Druck mich mal mit Neuen auseinandersetzen und überhaupt mal mehr nach links und nach rechts zu schauen. Welche Neuigkeiten hält die die bunte Abnehmwelt für mich bereit und was kann ich daraus für mich mitnehmen: Das ist so meine zentrale Frage. Ich bin gespannt auf meine Antworten.


Bis dahin, eure etwas planlose Dienstagsblues


Mittwoch, 20. Juli 2016

Mein Blog, ein alter Schuhkarton

Während ich mir noch immer einen Überblick über die neuentstandene Blogs verschaffe, bin ich automatisch auch wieder häufiger auf meinem eigenem. Es fühlt sich dabei ein wenig an, wie wenn man einen alten Schuhkarton findet. Gefühlt mit kleinen Kostbarkeiten, die für einen selber eine ganz starke Bedeutung besaß, feinsäuberlich gesammelt und für später zur Seite gelegt. Daher war ich gespannt, welche alte Geschichte mir beim Öffnen begegnen. In drei Jahren bloggen hat sich ja so einiges angesammelt. Knapp 150 Beiträge. Ich fing also an zu lesen, wühlte mich durch und war ganz überrascht, das die erhofften Rückblenden ausblieben. Klar, bei dem einen oder anderen Beiträg musste ich schon lächeln, aber bei dem Großteil ist doch im Laufe der Zeit einfach die Bedeutung verloren gegangen.
Was bringt mir daher die Blogeinträge von gestern, dachte ich mir. Die Antwort "Nix" kam ganz automatisch, denn ich kenne mich. Gerne fange ich an Erfolge von damals zu glorifizieren und mich darauf auszuruhen. Vergessen wären alle Anstregungen und Rückschläge und ich hielt Abnehmen für einen Selbstläufer. Gleichzeitig würde ich dann, wenn es mal nicht läuft, hysterisch werden. "Warum klappt es nicht, damals ging es doch auch." "Was mache ich falsch." Zum Teil fange ich auch Fehler zu suchen, wo keine sind. 
Egal, ob nun das Vergessen oder das Überbewerten, da alles schon einmal passiert ist und ich nicht wieder mit anzogener Handbremser starten möchte, habe ich heute - bis auf die letzten beiden Einträge - alles gelöscht. War nicht einfach, doch jetzt im Nachhinein fühlt sich das "Aufräumen" ganz gut an. 

Irgendwie befreiter.

Eure Dienstagblues